Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Die Baronin lachte.Lindſtedt hieß er und die Pflegemutter heißt Frau Weber

Wie hängt dieß zuſammen? fragte der Aſſeſſor erſtaunt, aber ſeine Frage blieb gänzlich unbeachtet, denn die Marquiſe war raſch von ihrem Seſſel auf⸗ geſtanden, hatte den Salon durchſchritten und die Baronin Plathen mit krampfhafter Heftigkeit bei beiden Händen gefaßt. Jetzt ſprach ſie plötzlich deutſch:

O, mein Gott, Frau Baronin was ſagen Sie da? Was heißt das? Wooon ſprechen Sie? Frau Weber in M.? Frau Weber mein Gott, eine junge Dame bei Frau Weber erklären Sie mir wiſſen Sie denn nicht, daß ich mein Kind einer Frau Weber anvertraut ſprechen Sie doch, liebe Frau Baronin!

Alles war aufgeſtanden und hatte ſich ſogleich beim erſten Worte um die beiden Damen gedrängt. Die Ahnung einer Kataſtrophe flog durch die Seelen der Anweſenden. Es lag eine Exaltation in dem verwirrten Weſen der Fremden, die dem Deutſchen nicht ganz natürlich erſcheinen konnte, aber ihr Zit⸗ tern, ihre wechſelnde Geſichtsfarbe deuteten auf wirk⸗ liche Gefühlsaufregung.

Die Baronin faßte ſich gewaltſam. So uner⸗ wartet ihr das Ende dieſer ſcherzhaften Unterhaltung