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unmittelbar darauf folgte ein wilder Angſtſchrei, als das auserſehene Opfer die kalte Berührung der Schlange um ſeinen Hals und die ſcharfen Giftzähne in ſein Fleiſch dringen fühlte.
Das Weib zog ſchnell die Schlange zurück, hielt ſie hoch über den Kopf empor und rief laut:
„Gräme Dich nicht, Oceola— Du biſt gerächt! gerächt!— der chitta mico hat Dich gerächt!“
Mit dieſen Worten entfernte ſich das Weib raſch, und ehe die erſtaunten Zuhörer ihr den Rückzug ab⸗ ſchneiden konnten, war ſie unter das Gebüſch hinein und verſchwunden.
Der von Entſetzen gepackte Mulatte taumelte bleich und erſchrocken, während ihm die Augen faſt aus den Höhlen hervortraten, hin und her. Mehrere der Soldaten und Offiziere ſammelten ſich um ihn, um Heilmittel anzuwenden. Man verſuchte Schieß⸗ pulver und Tabak, aber Keiner kannte die Kräuter, die ihn heilen konnten.
Es war ſeine Todeswunde, und ehe die Sonne wieder unterging, hatte er aufgehört zu leben.
.* Der Krieg hörte mit Oceola's Gefangenneh⸗ mung nicht auf, obſchon ich keinen weitern Antheil


