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rend er ein Bajonnet von der Muskete eines Sol⸗ daten riß, fand der Verräther Zeit, zu entwiſchen.
Der Häuptling ſtieß ein lautes Stöhnen aus, als er den Elenden durch die ſich ſofort wieder ſchlie⸗ ßende Linie ſchlüpfen und dann ſicher außerhalb des Bereichs ſeiner Rache ſtehen ſah.
Es war aber nur eine eingebildete Sicherheit von Seiten des Verräthers. Sein Tod war beſchloſ⸗ ſen, obſchon er ihn von einer unerwarteten Seite her erreichte.
Als er ſo hinter den Soldaten, mit dem Geſichte nach dem Gefangenen gewendet, ſtand, ſchlich ſich eine dunkle Geſtalt von hinten an ihn heran. Es war die eines Weibes— eines majeſtätiſchen Weibes, deſſen hohe Schönheit ſelbſt im Mondlichte ſichtbar war, obſchon Niemand weder ſie noch ihre Schönheit ſah. Nur die Gefangenen ſtanden nach ihr hinge⸗ wendet und ſahen ſie ſich nähern.
Es war ein Auftritt, der nur wenige Secunden dauerte. Das Weib ſtahl ſich dicht bis an den Mu⸗ latten und einen Augenblick lang ſchienen ihre Arme ſeinen Hals zu umſchlingen.
Es ſchimmerte Etwas in dem Mondlichte, was ausſah wie Metall. Es war aber eine lebende Waffe— es war der furchtbare crotalus.
Das Klappern war deutlich zu hören und
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