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Oceola deutete es anders. Es war das fort⸗ währende Raſcheln von Laub, welches dadurch ver⸗ urfacht ward, daß ein zahlreicher Trupp, entweder Menſchen oder Thiere, durch das Gebüſch hindurch⸗ ging.
Wir ſprangen ſogleich auf und horchten.
Das Geräuſch dauerte fort. Wir hörten jetzt aber auch zugleich das Knackern von dürren Reiſern und das Klirren von Waffen. Zur Flucht war es zu ſpät. Das Geräuſch kam von allen Seiten. Ein Kreis von Bewaffneten umzingelte die Lichtung.
Ich ſchaute auf Oceola. Ich erwartete, ihn auf ſeine Büchſe zuſtürzen zu ſehen, welche in der Nähe lag. Zu meiner Ueberraſchung rührte er ſich nicht.
Seine wenigen Leute waren ſchon alarmirt und hatten ſich ſchnell an ſeine Seite verfügt, um ſeine Befehle zu empfangen. Ihre Worte und Geberden verriethen ihren Entſchluß, in ſeiner Vertheidigung zu ſterben.
Zur Antwort auf ihre haſtigen Worte gab der Häuptling ein Zeichen, welches ſie in Erſtaunen zu ſetzen ſchien. Die Kolben ihrer Büchſen fielen plötz⸗ lich auf den Boden und die Krieger ſtanden in paſ⸗ ſiver Haltung da, als ob ſie die Abſicht, von ihren Waffen Gebrauch zu machen, aufgegeben hätten.


