Zuſtand, in welchem ich die Angelegenheiten unſerer Familie verlaſſen— die jetzt lebhaft wieder in mei⸗ ner Erinnerung aufſteigende Abſchiedsſeene— die Erinnerung an Ringzold— Betrachtungen über die ruchloſen Anſchläge dieſes ſchlauen Böſewichts— alles Dies trug vielleicht dazu bei, die Befürchtungen zu erwecken, welche mich quälten.
Zwei Monate waren eine lange Zeit; viele Ereigniſſe konnten, ſelbſt im engen Kreiſe der eigenen Familie eines Menſchen, ſtattgefunden haben. Schon
lange war das Gerücht gegangen, daß ich unter den
Händen der feindlichen Indianer gefallen ſei. Man hielt mich zu Hauſe und überall, wo man mich kannte, für todt, und dieſer Glaube konnte zu ſchlim⸗ men Reſultaten geführt haben.
War meine Schweſter ihrem Worte, welches ſie in jener Stunde des Scheidens ſo nachdrücklich aus⸗ geſprochen, treu geblieben? Kehrte ich nach Hauſe zurück, um ſie noch als meine geliebte Schweſter zu finden? War ſie noch unvermählt und frei? oder hatte ſie den Bitten meiner Mutter nachgegeben und war doch noch das Weib des elenden Böſewichts geworden?
Während dieſe Muthmaßungen meine Gedanken beſchäftigten, war es wohl nicht zu verwundern,
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wenn meine Stimmung keine heitere war. Meine 8


