Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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nen Geliebten der reizenden Maümee hatteſt? Wie, Bruder?

Ich zuckte zuſammen, wie von einem Stiche ge⸗ troffen. Wie konnte meine Schweſter davon Kennt⸗ niß erhalten haben? Schlug ſie blos, wie man im gemeinen Leben zu ſagen pflegt, auf den Buſch, und hatte ſie zufällig die Wahrheit getroffen?

Einige Augenblicke lang konnte ich nicht ant⸗ worten und gab auch keine Antwort auf ihre letzte Frage. Ich achtete nicht darauf, ſondern wiederholte in ſteigender Aufregung meine früheren Fragen in etwas heftigem Tone.

Schweſter, ich muß eine Erklärung haben ich beſtehe darauf ich verlange ſie.

Du verlangſt ſie? Ho! ho! Sprichſt Du mit mir in dieſem Tone? Das wird Dir ſchwerlich Etwas helfen. Vorhin, als Du ſo ſchön und flehentlich bateſt, hätte ich beinahe Mitleid mit Dir gehabt und Dir Alles geſagt. Aber, verlangen das muß ich ſagen ich gebe keine Auskunft, die man mir abverlangt, und um Dir zu zeigen, daß ich es nicht thue, werde ich jetzt gehen und mich in mein Zimmer einſchließen. Alſo, lieber Freund, Du wirſt mich heute und auch morgen nicht zu ſehen bekom⸗ men, wenn Du nicht vernünftiger und artiger wir Leb' wohl, Georg à revoir; aber nur