Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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finden und die Geſellſchaft würde auch Nichts dergleichen gefunden haben.

Es war dies in frühern Zeiten ſchon mit Rolfe ſo geweſen, der ſich mit einem Mädchen von dunklerer Farbe, geringerer Schönheit und Bildung als Maümee vermählt hatte. In ſpätern Zeiten waren hundert Andere ſeinem Beiſpiele gefolgt, ohne deßwegen an Kaſte oder Ruf zu verlieren. Warum ſollte das mit mir nicht auch ſo ſein?

Ueberhaupt war mir dieſe Frage noch gar nicht eingefallen, denn ich hatte nie daran gedacht, daß mein Zweck in Bezug auf meine indianiſche Ver⸗ lobte anders als vollkommen in Ordnung ſei.

Etwas Anderes wäre es geweſen, wenn die Adern meiner Zukünftigen eine Beimiſchung von afrikaniſchem Blute gehabt hätten. Dann aller⸗ dings hätte ich das Zürnen der Geſellſchaft fürchten müſſen, denn in Amerika iſt es nicht die Farbe der

Haut, welche verdammt ſondern das Blut das Blut! Der weiße Gentleman kann eine In⸗ dianerin heirathen; ſie darf ohne Widerſpruch ſich in die Geſellſchaft miſchen und kann, wenn ſonſt ihre äußere Erſcheinung darnach iſt, eine gefeierte Schön⸗ heit werden. Alles Dies wußte ich, während ich gleichzeitig der Sklave eines Glaubens an die ungeheuerliche