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Ich wußte, daß dieſer junge Mann mir nicht ſehr gewogen war— in der letzten Zeit weniger als je. Ich kannte auch die Urſache. Ich ſtand ſeinen Beziehungen zu meiner Schweſter im Wege — wenigſtens glaubte er es. Und er hatte Grund dazu, denn ſeit dem Tode meines Vaters hatte ich mich in Familienangelegenheiten freier ausgeſprochen als früher. Ich hatte offen erklärt, daß er mit meiner Einwilligung niemals mein Schwager werden ſollte, und dieſe Erklärung war ihm wieder hinter⸗ bracht worden. Ich konnte daher leicht glauben, daß er böſe auf mich ſei; aber einen Zorn, der einen Menſchen zu ſolchen teufliſchen Anſchlägen trieb, konnte ich nicht begreifen.
Und was bedeuteten jene nur halb gehörten Worte:—„er nur ſteht uns im Wege“—„Mutter wird ſchon einwilligen“—„wenn ich Herr der Pflan⸗ zung bin“— in Verbindung mit den Namen Viola's und meiner Schweſter? Was bedeuteten ſie?
Ich konnte ihnen nur Eine und zwar eine furcht⸗ bare Auslegung geben— eine Auslegung, die zu entſetzlich war, um dabei zu verweilen.
Ich konnte kaum meinen Sinnen trauen, ich konnte kaum glauben, daß ich nicht in einer furcht⸗ baren Sinnestäuſchung begriffen ſei, in einer Ver⸗ wirrung des Gehirns, welche dadurch hervorgebracht


