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die Liebe allein iſt Wonne— am reinſten und füßeſten
1 in ihrer jungfräulichen Blüthe.
4 Oft war Virginia meine Begleiterin auf dieſen abenteuerlichen Waldausflügen. Sie hatte den Wald
liebgewinnen gelernt— ſie ſagte es und ging gern
mit. Es gab Zeiten, wo ich lieber allein gegangen
wäre, aber ich konnte ihr Nichts abſchlagen. Sie
hatte Anhänglichkeit zu Maümee faſſen gelernt. Ich
wunderte mich darüber nicht.
Maümee liebte meine Schweſter ebenfalls— nicht in Folge einer Aehnlichkeit ihrer beiden Charaktere. In phyſiſcher Beziehung waren ſie einander ſo unähn⸗ lich, wie zwei junge Mädchen einander nurſ ein können. Virginia war ganz blond und gold; Maümee braun und dunkel. In intellectueller Hinſicht ſtanden ſie einander nicht näher. Die Erſtere war ſchüchtern wie die Taube; die Letztere beſaß einen kühnen Muth, wie der Falke. Vielleicht knüpfte dieſer Contraſt die Bande der Freundſchaft, welche zwiſchen ihnen ent⸗ ſtanden mar, noch feſter. Es iſt dies keine Anomalie
Einer Anomalie weit ahmicher War mehn Gefühl in Bezug auf die beiden. Ich liebte meine Schweſter eben wegen der Sanftheit ihres Weſens. Ich liebbe Maümee um des Gegentheils willen; aber dieſe zwie⸗ fache Liebe war deutlich unterſchieden— ſo unähnlich
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