Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Indeſſen hatte Chakra den Kampf um Leben und Tod im Nachen fortgeſetzt, der zuweilen freilich ſich wohl

wieder vor der größeren Gewalt des Strom es zu⸗ rückwich. Für den Augenblick waren die Maronen Chakra gegenüber ganz unthätig, denn ſie waren beſchäftigt, ihre Gewehre wieder zu laden, und ſo konnte der Koroman⸗ tis einſtweilen ganz ungehindert ſeinen Kampf mit dem feuchten Elemente fortſetzen. Obwohl in einer ganz fürch⸗ terlichen Lage, hatte er dennoch an ſeiner glücklichen Rettung noch nicht verzweifelt, während das angſterfüllte, verwirrte und unentſchloſſene Ausſehen des Juden deut⸗ lich zeigte, daß er vom Schrecken vollſtändig gelähmt und keiner bedeutenden Anſtrengung mehr fähig ſei.

Ob die langen ſehnigen Armen Chakras zuletzt ſiegen würden oder die unwiderſtehliche Gewalt des nie ermü⸗ denden Stromes, das war einige Zeit hindurch ſchwer zu beſtimmen, denn die Kräfte ſchienen ſich ziemlich gleich zu ſein. Allein die Kraft des Mannes mußte zuletzt

1 etwas Weniges vorwärts zu bewegen ſchien, dann aber

jedenfalls abnehmen, während die des Elementes ſtets

dieſelbe blieb, und ſo mußte dies zuletzt unbedingt ſiegen. Hiervon überzeugte ſich Chakra jeden Augenblick immer mehr und blickte deshalb in halber Verzweiflung, auf irgend einen andern Ausweg ſinnend, umher.

Da ſchien ihm plötzlich ein beſonderer Gedanke einzu⸗ fallen, deſſen Ausführung ihm ein Mittel zur Beſeitigung der zunächſt drohenden Gefahr gewähren mußte. Denn auf einmal gab er die in dieſer Weiſe hoffnungsloſen Anſtrengungen, den Nachen vorwärts zu bringen, gänz⸗ lich auf, wandte ſich nach dem wie erſtarrt im Nachen ſitzenden Genoſſen und beugte ſich zu ihm nieder, als