Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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die einſtweilen ſeine ſchlechte Laune beſeitigt Hatten, vermochten ihm bei weiterem Nachdenken nicht zu ge⸗ nügen, denn der Myalmann hatte ihm früher ſchon mehr als einmal Verſprechungen gemacht, die er nicht gehalten hatte, und ſo konnte es auch jetzt mit dem Verſprechen des Todtenzaubers ſein. Hiermit zugleich ſtellte ſich ihm mit größter Wahrſcheinlichkeit die Mög⸗ lichkeit dar, daß ſein Feind entſchlüpfen könne und daß folglich ſein tief angelegter Plan zu einer ſchmählichen Niederlage für ihn werden könne.

Die von dem Myalmann angeordneten Maßregeln, um dem Cuſtos den Zaubertrank beizubringen, die Flaſche mit ſtarkem Waſſer, die Cynthia in ihrem Korbe mitgenommen hatte, das Alles war dem Juden voll⸗ ſtändig erzählt worden. Dieſe Erzählung war in einem dem Gegenſtande entſprechenden leiſen Tone, mit zu⸗ rückgehaltener Stimme gemacht worden, und dieſer Theil des Geſpräches zwiſchen den beiden Verbündeten war es gerade geweſen, den Cubina nicht gehört hatte.

Aber konnte der Koromantis ſich nicht ſelbſt in ſei⸗ ner Kunſt täuſchen? Konnte nicht der Trank möglicher Weiſe diesmal die erwartete Wirkung gar nicht hervor⸗ bringen? Und mochte die Selavin nicht vielleicht gar keine paſſende Gelegenheit finden können, um ihn in gehöriger Weiſe beizubringen?

Ganz beſonders, wenn man dieſe frühe Stunde in Erwägung zog, in welcher der Reiſende aufzubrechen gedachte Jeſſuron kannte die Zeit mochte da nicht Cynthia wirklich jeder Vorwand fehlen, ihm den verhängnißvollen Trank zu reichen? Oder mochte ſie nun, erſchreckt bei der genaueren Ueberlegung der fürch⸗

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