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den dunkelſten Schatten der nächſten Büſche und war⸗ tete, bis die Anderen vorwärts gehen würden.
Das thaten ſie auch nach einiger Weile mit eiligen Schritten wie zuvor, nur in einer ganz andern Rich⸗ tung.
„Ho, ho!“ murmelte der Marone;„nicht nach dem Jumbéfelſen, ſondern nach dem Teufelsloch! Ich weiß es nun wohl, der Weg theilt ſich da, und ſie haben
jetzt den nach dem Teufelsloch eingeſchlagen! Nun wohl,
da weiß ich noch nicht mehr. Carrai! Das Teufels⸗ loch! Erzählten mir nicht letzthin einige von meinen Burſchen, daß ſie da ſo ſonderbare Stimmen vernommen hätten? Quaco will ja ſogar beſchwören, daß er den Geiſt des alten Chakra, des Myalmannes, am Rande des Felſens habe ſtehen ſehen! Die gehen dahin, ſo ge⸗ wiß mein Name Cubina iſt!“
Mit dieſer Muthmaßung verließ der Marone den dunkeln Schatten, unter den er ſich zuvor geflüchtet hatte, und eilte den Beiden auf dem nun eingeſchlagenen Wege nach.
Ungefähr tauſend Fuß weiter wurde ſeine Muth⸗ maßung auf's Vollkommenſte beſtätigt. Die von ihm Ueberwachten hatten den Rand des Abgrundes erreicht, der das Teufelsloch überragte und ſtanden dort ſtill.
Cubina ſtand ebenfalls ſtill und verbarg ſich wie zuvor in den dunkeln Schatten der Büſche.
Kaum hatte er ſich indeß niedergekauert, ſo hörte er einen durchdringenden, aber doch behutſamen Pfiff, der nicht mit dem Munde allein gemacht ſein konnte, ſon⸗ dern von einem Inſtrumente herkam, einem Schilfrohr
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