Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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gators. Ungeheuer in menſchlicher Geſtalt waren dort anzutreffen, die gewiß viel gefährlicher und gerade jetzt nicht weit von der Stelle entfernt waren, wo ſich die Liebenden ihr Stelldichein gaben.

Liebe kümmert ſich wenig um Gefahren, Cubina kannte überhaupt keine und nach Yola's Glauben gab es niemals Gefahr, wenn Cubina zugegen war.

Der Mond ſtand hoch am Himmel, voll, ruhig und klar; ſeine Strahlen füllten die Waldlichtung mit ſilber⸗ nem Glanze, der faſt die Helle des Tages erreichte. Sämmtliche Blumen auf der Erde und die Blüthen auf den Bäumen ſchienen in höchſter Prachtentwickelung zu ſein und ihre Kelche geöffnet zu haben, um den köſt⸗ lichen erfriſchenden Thau der prachtvollen Sommernacht im vollſten Maße einzuſaugen. Vom milden, ſanften Nachtwinde fortgetragen, rauſchte das leiſe Flüſtern des Waldes im Vereine mit den nächtlichen Sängern deſ⸗ ſelben ſehnſüchtig durch die balſamiſche Luft, während die Nachtigall des Weſtens alle anderen Töne mit größ⸗ ter Geſchicklichkeit in munterſter Weiſe nachahmte.

Die Liebenden ſtanden im Schatten der großen Ceiba und fühlten ſich außerordentlich glücklich, denn es war vielleicht eine der glücklichſten Zuſammenkünfte, die ſie bisher gehabt hatten. Jeder hatte dem andern gute Neuigkeiten zu verkünden gehabt, Cubina, daß ihr Bru⸗ der noch unverſehrt unter ſeinem Schutze, frei, geſund und wohl ſei, Yola, daß ihre junge Herrin ihr ver⸗ ſprochen habe, ihr die Freiheit zu ſchenken.

In den wenigen Tagen, ſeit ſie ſich zuletzt geſehen, hatte ſich Manches ereignet, was ihr Intereſſe auf's