Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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übernatürlich tönend, da ſie ſich jeden Augenblick ver⸗ änderte. Doch dann ſchallte es durch die Zwiſchenräume der Bambusſtäbe wie eine Art langgezogenen und ge⸗ tragenen Geſanges, gleich als begönne der Myalmann ſeine Ceremonien mit den feierlichen Verſen eines Pſal⸗ mes. Jetzt wurde der Geſang ſchneller und lebendiger, ſo wie er ſich auch zu größerer Stärke erhob; faſt nahm er hierbei die Weiſe eines begeiſterten Recitatives an. Doch gleich darauf erſchallten wieder hiervon gänzlich verſchiedene Töne, die faſt mehr dem dumpfen Brum⸗ men eines Kuhhorns oder einer Schneckenmuſchel glichen und nach und nach in einem tiefen Baß verhallten, der dem Aechzen einer zerriſſenen Poſaune ähnlich war.

Nachdem dies einige Zeit fortgedauert hatte, folgte ein Zwiegeſpräch, in dem die Zuhörerin nur eine der Stimmen zu erkennen vermochte, nämlich die Chakra's.

Wer mochte die andere Stimme ſein? Nur die des Gottes Accompong. Der Gott war leibhaftig in ihrer Nähe.

Cynthya zitterte bei dem Gedanken, daß ihr der Gott jetzt ſo nahe ſei. Wie glücklich ſchätzte ſie ſich, das Licht ausgeblaſen zu haben! Wenn es noch brannte, wie leicht konnte ſie geſehen werden, denn ſowohl Cha⸗ kra wie der Gott ſtanden außen vor der Thür, und zwar ſo nahe, daß ſie nicht nur ihre Stimmen unter⸗ ſcheiden konnte, ſondern ſogar ſelbſt die Worte, die ge⸗ ſprochen wurden.

Einige von dieſen waren in einer ihr unbekannten Sprache und nicht zu verſtehen. Andere waren engliſch oder vielmehr größtentheils in halb verdorbenem Engliſch,