Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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gut, ſie iſt edelmüthig! Sie muß es nicht gewollt ha⸗ ben, ſonſt würde der Kuſtos nimmer ſo ein verlockendes Anerbieten ausgeſchlagen haben. Zweihundert Pfund! Es iſt eine große Summe. Nun, ich muß von Neuem beginnen, ich muß Nacht und Tag arbeiten, um ſie zu verdienen; doch dann, wenn ſie mich auch abweiſen würden? ha, was dann?

Der Redende hielt inne, nicht, als erwarte er eine Antwort von der dicht bei ihm Stehenden, ſondern viel⸗ mehr von ſeinen eigenen Gedanken.

Daran iſt nicht zu denken! fuhr er fort und ſeine Geſichtszüge nahmen wieder einen hoffnungsvollen und unbekümmerten Ausdruck an.Sei für die Zukunft nur nicht bange, Yola. Mag es auch zum Aergſten kommen, Du ſollſt dennoch mein werden. Ja, Theuerſte, Du ſollſt mindeſtens meine Gebirgsheimath theilen, wenn es auch nur die Heimath eines Geächteten iſt!

O! rief das junge Mädchen aus, geſchreckt durch die wilden Blicke und Worte des Geliebten, und zu glei⸗ cher Zeit die Blutſpuren der erſchlagenen Hunde er⸗ blickend.Blut, Cubina?

Nur das einiger Thiere, ein wilder Eber und zwei Hunde, die gerade hier getödtet wurden. Laß Dich das nicht erſchrecken. Du mußt nun muthig ſein, meine liebſte Yola, da Du die Frau eines Maronen ſein ſollſt. Unſer Leben iſt ſtets voll Gefahren.

Mit Dir Yola nichts fürchten. Sie hingehen überall, weit über die Berge, ſelbſt nach dem Jumbéfelſen, überall, wo Du ſie heißt hingehen, Cubina.