Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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In dieſer Weiſe lag der Cockney den zweiten Mor⸗ gen nach ſeiner Ankunft noch ſpäter als gewöhnlich im Bette. Der Pflanzer wie Käthchen hatten die friſche Morgenluft ſchon verſchiedene Stunden vorher genoſſen. Beide waren draußen, wenn auch auf verſchiedenen We⸗ gen, geweſen und trafen ſich nun in der großen Halle zu der Zeit, in welcher ſie ſonſt gewohnt waren, ihr Frühſtück einzunehmen. Aber noch war kein Frühſtück bereit, wenn das Tiſchtuch auch längſt aufgedeckt lag, denn es ſollte erſt aufgetragen werden, ſobald der aus⸗ gezeichnete Gaſt die Gewogenheit haben würde, gütigſt zu erſcheinen.

Die junge Kreolin quälte ſich wenig um die ver⸗ änderte Stunde der Morgen⸗ oder irgend einer andern Mahlzeit. Sie war zu jung, um beſtimmte feſte Ge⸗ wohnheiten zu beſitzen, die Berückſichtigung verlangen. Bei Herrn Vaughan war dies aber anders und er

große Unbequemlichkeit. Um dieſe wenigſtens etwas zu verringern, hatte er ſich eine Taſſe Kaffee und etwas Zwieback beſtellt, und hiermit war er gerade beſchäftigt, als Käthchen ins Zimmer trat.

Gelegentliche, halb erwartungsvolle, halb unrahigr Blicke, die er nach dem großen Gang, den Käthchen kommen mußte, hinaufwarf, zeigten deutlich irgend eine beſtimmte Abſicht an; entweder er erwantete eine beſon⸗ dere Mittheilung, oder er hatte ſelbſt eine ſolche zu machen.

Das Letztere war jedenfalls ahrſgeinlche da die

empfand die Verſchiebung des Frühſtücks als eine ſehr

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