Teil eines Werkes 
[1. Band] (1863)
Entstehung
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brüngen ßu ſoinem Frühſtück. Nun, Schudith, erwois ühm alle Achtung und zoig ühm auch doin beſtes,

freundlüchſtes Lächeln. 1

So mit dieſer väterlichen Einſchärfung das Geſpräch beendend, ſchritt Jacob Jeſſuron davon, um ſeinen Gaſt in die große Halle zu führen.

O, Du würdiger Vater! ſagte Judith, während ſie ihm mit einem ganz beſondern Lächeln nachblickte, diesmal noch ſollſt Du mich als gehorſame Tochter finden, wenn auch nicht Deinetwegen oder Deiner Ab⸗ ſichten wegen, was ſie auch immer ſein mögen. Halb kann ich ſie mir ſchon denken. Nein, ihretwegen, und des großen damit verbundenen Glückes wegen, wofür es abgeſehen wird, gewiß nicht. Es giebt doch noch etwas Größeres: das Spiel mit einer gefährlichen Lei⸗ denſchaft; und gerade der Gefahr wegen will ich damit ſpielen. Ja er kommt! Wie ſtolz ſein Schritt! Er ſieht wie der Herr aus, und Ou, alter Iſraelite, wie ſein Aufſeher ha! hal hal

Ach! rief ſie aus, hemmte plötzlich ihr Lachen und verwandelte ihr Lächeln in einen Drohblick;das Band! er trägt es noch! Was kann es nur bedeuten? Doch jetzt iſt keine Zeit dazu. Lange darf es aber nicht

dauern, bis ich dies ſeidene Geheimniß entwirre, ſelbſt

wenn das Herz dabei zerriſſen werden ſollte!