Teil eines Werkes 
[1. Band] (1863)
Entstehung
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Mittagseſſen geblieben, jedenfalls aber hätte ich nicht o prächtig geſpeiſt.

Oin lumpiges Eſſen, Harr Vochan, oin jämmer⸗ liches Mittogseſſen, vörglüchen müt döm, waſch Uehr Onkel Uehnen hätte vorſetzen können. Uech bün nur oin armer nüdriger Mahn gögen dön Kuſchtos, aber waſch üch habe, üſt jöder Zoit ün Uehren Dünſten.

Danke! ſagte Herbert;ich weiß wirklich gar nicht, wie ich Ihnen jemals Ihre Gaſtfreundlichkeit ver⸗ aelten ſoll. Auch darf ich Sie nicht länger in Anſpruch nehmen, denn ich ſehe es deutlich an der Sonne, es iſt Zeit, daß ich nach der Bay aufbreche.

Als Herbert ſo geſprochen hatte, wollte er aufſtehen, um Abſchied zu nehmen.

Halt, Halt! rief ſein Wirth und drückte ihn wie⸗ der in ſeinen Stuhl zurück;nücht heute Nacht, Harr Vochan, nücht düſe Nacht. Froilich kann üch Uehnen verſprechen koin ſo ſchönes Bett alſch vülloicht ßu Wüllkommenbarg haben möchten, aber oin beſſeres hoffe üch Uehnen doch göben ßu können, alſch worauf ge⸗ ſchlofen ün dör lötzten Nacht, ha, ha, ha! müſſen düſe Nacht durchaus boi uhns bloiben und Schudith macht uhns ötwas Muſik. Sogen nur koin Wort, üch nöhme gar koinen Abſchlag ahn.

Das Anerbieten war verlockend und nach einigem weiteren Drängen willigte Herbert ein. Theilweiſe wurde er hierzu wohl durch die trübſelige Ausſicht auf eine armſelige Wohnung in der Bay bewogen, theil⸗ weiſe vielleicht auch ein wenig durch das Verlangen, die verſprochene Muſik zu hören.