Teil eines Werkes 
[1. Band] (1863)
Entstehung
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einen Spaziergang gemacht, vielleicht um die Arbeit in

den Mühlen nachzuſehen oder um ſich von den Fort⸗ ſchritten auf ſeinen ausgedehnten Zuckerfeldern zu über⸗ zeugen.

Käthchen war eine halbe Stunde zuvor in's Haus gekommen im Reitanzuge, Hut, Reitkleid und Peitſche,

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welche zeigten, daß ihre Morgenbewegung zu Pferde ge⸗ weſen.

Nach der bereits erwähnten Begrüßung ihres Vaters nahm das junge Mädchen ſeinen Sitz vor dem großen Theekeſſel ein und begann das Frühſtück zu bereiten.

Hierin ſtand ihr ein Mädchen bei von offenbar dem⸗ ſelben Alter, aber von ganz verſchiedenem Ausſehn. Es war ihre Dienerin, die mit ihr zuſammen gekommen und ihren Platz hinter dem Stuhle ihrer Herrin eingenommen.

In der Erſcheinung dieſes jungen Mädchens lag eiwas eigenthümlich Beſonderes, ſowohl in ihrer Geſtalt als in der Farbe ihrer Haut. Sie beſaß jenen ſchlan⸗ ken klaſſiſchen Wuchs, den wir bei antiken Bildwerken treffen, zugleich mit den Formen der indiſchen Frauen, die in England Ajahs genannt werden und die ſehr vom Negertypus verſchieden ſind. Ihre Geſichtsfarbe war auch nicht die einer Negerin, noch weniger die einer Mulattin oder einer Quadrone. Es war eine Miſchung von Schwarz und Roth, woraus eine lichte Kaſtanien⸗ oder Mahagoni⸗Farbe entſtanden, die in Verbindung mit einem röthlichen Anfluge auf den Wangen einen nicht unangenehmen Eindruck hervorbrachte.

Auch die Geſichtszüge waren keineswegs die einer Negerin, im Gegentheil ſehr davon verſchieden. Die

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