Teil eines Werkes 
[1. Band] (1863)
Entstehung
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Der Jumbéfelſen war als der geeignetſte Platz für die Hinrichtung des Koromantiſchen auserſehen. Die Schrecken, die dieſem Platze bereits eigen, zu denen hin⸗ zugefügt, die nun durch die fürchterliche Art der Be⸗ ſtrafung, deren Schauplatz er ſein ſollte, erregt wurden, mußten einen wohlthätigen Einfluß auf die abergläubi⸗ ſchen Begriffe der Sclaven ausüben und für immer ih⸗ ren Glauben an Obiah und Obboney zerſtören.

In dieſer Abſicht war der Myal⸗Mann auf die Spitze des Jumbéfelſen geführt und dort gleich einem modernen Prometheus angekettet.

Keine Wächter wurden bei ihm hingeſtellt, und es waren auch keine nöthig. Seine Ketten und der durch den Akt der Hinrichtung eingeflößte Schrecken wurden für genügend erachtet, jede Zwiſchenkunft in ſein Schick⸗ ſal zu verhüten.

In wenigen Tagen würden Hunger und Durſt mit Hilfe der Geier die letzte und ſchreckliche Feierlichkeit gewiß eben ſo ſicher vollführen, wie der Strick des Hen⸗ kers oder das Beil des Nachbars.

Es dauerte lange, bis Loftus Vaughan den Berg beſtieg, um ſich von dem Schickſale des unglücklichen Negers, ſeines früheren Sclaven, zu überzeugen. Als er zuletzt, von Neugierde und auch von einem andern Beweggrunde getrieben, von ſeinem Aufſeher begleitet, bis an die Spitze des Jumbéfelſen klomm, waren ſeine Hoffnungen und Erwartungen vollkommen erfüllt. Ein von den Geiern und Raben glatt gefreſſenes Skelett war an dem Baumſtamme aufgehängt.

Eine roſtige, um die Gebeine gewickelte Kette hielt