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kein neidiſcher Zaun trennt ſie von einander. Beide erſtreckten ſich bis zu jener blumigen Waldwieſe, einiger⸗ maßen traurigen Andenkens, deren angrenzende Wal⸗ dungen von der Axt noch unberührt ſind.
Nicht dort, aber an einer andern, eben ſo blumen⸗ reichen und anmuthigen Stelle könnte das Auge des hoch in der Luft kreiſenden Adlers eine heitere Geſell⸗ ſchaft verſammelt ſehen— die Beſitzer der beiden Pflan⸗ zungen mit ihren jungen Frauen Marian und Lilian.
Beide Schweſtern prangen noch in der Blüthe ihrer unvergleichlichen Schönheit. Keine iſt vom Mädchen zur Matrone herangereift, obwohl beide ihr Ebenbild in manchem zarten, lächelnden Antlitze zu ihren Füßen erblicken, und mehr als eine kindliche Stimme das zärt⸗ liche Wort in ihr Ohr flüſtert, was der Menſch zuerſt ausſprechen lernt.
Ach, geliebte Lilian! Deine Schönheit iſt nicht der Art, daß ſie nur eine kurze Stunde blüht. In meinen Augen kann ſie nie vergehen, ſondern wie die Blüthe der Orange nur um ſo holder erſcheinen, weil ihre Frucht neben ihr reift.
Ich überlaſſe es einem andern Munde, das Lob Deiner Schweſter zu ſingen— der wilden Jägerin.
Ende des vierten und letzten Bandes.


