Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

202

Der Mexikaner war ſo feſt überzeugt, daß es ihm gelungen ſei, unſere Spur zu verwiſchen, daß er dadurch verleitet wurde, weniger auf ſeiner Hut zu ſein, wie gewöhnlich; und Zielegut verließ ſich vollſtändig auf ſeinen neuen Kameraden, von deſſen Umſicht und Klug⸗ heit er die beſte Meinung hatte.

Trotzdem bemerkte ich, daß Archilete nicht ganz ohne Beſorgniß war. Er hatte ſein künſtliches Bein angelegt, indem ſein eignes durch zu angeſtrengtes Reiten ermüdet war und ich bemerkte, daß er, während er in dem Thale auf und ab hinkte, von Zeit zu Zeit fragende Blicke thalabwärts richtete.

Da ſich jene Zeichen der Ungeduld von Zeit zu Zeit wiederholten, fing ich an, unruhig zu werden.

Die Vorſicht verlangte, daß unſere Liebesunterhal⸗ tung beendet wurde, wenigſtens für den Augenblick, wie ich hoffte, bis wir irgend einen Plan entworfen hätten, der uns gegen die Gefahr, entdeckt zu werden, ſicher ſtellte.

Ich verließ mit meiner ſchönen Begleiterin den mur⸗ melnden Waſſerfall und wendete mich nach der ent⸗ gegengeſetzten Seite des Thales, als ich plötzlich ein ſeltſames Manöver Holzbeins bemerkte.

Der Trapper hatte ſich flach auf den Raſen geworfen; legte das Ohr an die Erde und ſchien aufmerkſam 7 lauſchen.

Die Bewegung war zu bedeutſam, um nicht Jeder⸗

manns Aufmerkſamkeit zu erwecken. Meine Begleiterin