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wird er thun, wenn ich ihn verlaſſe? Unſer armer Vater!“
Im Tone ihrer Stimme lag eine bange Sorge, welche bewies, daß ihre kindliche Liebe, wie ſehr ſie auch mißachtet worden ſein mochte, noch aufrichtig und ſtark genug war.
„Was er ſagen, was er thun wird?“ fiel ihr Ma⸗ rian in's Wort.„Er wird ſich freuen, ſollte ſich we⸗ nigſtens freuen, wenn er die Gefahr kennt, welcher Du entgangen biſt. Ach, Schweſter, liebe Schweſter! Glaube mir— glaube Deiner treuen Marian! Ein furchtbares Schickſal harrt Deiner. Nur wenn Du mit uns flüchteſt, kannſt Du demſelben entgehen. Selbſt der Vater wird bald nicht mehr im Stande ſein, Dich zu ſchützen, wie dr auch nicht vermocht hat, mich zu retten. Zögere nicht länger, ſondern komm mit uns. Biſt Du erſt außerhalb des Bereiches jener Schufte, ſo wird alles gut werden.“
„Und unſer Vater, Marian?“
„Ihm wird kein Leid geſchehen. Nicht auf ſein Verderben iſt es abgeſehen, ſondern auf das Deine, Schweſter, auf das Deine.“
Ein ſchluchzender Seufzer war die einzige Antwort, welche ich vernahm. Er ſchien anzudeuten, daß der Zauber gebrochen war und das Herz ein Joch abſtreife, unter welchem es lange geſchmachtet habe.
Hatten ſie die Worte Marians überzeugt? Oder
hatten dieſelbe eine ſchon vorhandene, bange Ahnung 12


