Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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Es herrſchte faſt undurchdringliche Dunkelheit, doch ſchimmerte ſelbſt durch die dichte Finſterniß das lieb⸗ liche Geſicht zart und weiß.

Marian ſtand zunächſt und erkannte es ohne 1

Mühe. In zärtlichem Tone ſprach ſie das Zauber⸗ wort: Schweſter!

„Ach, Marian! Schweſter, biſt Du es?“

„Ja, liebe Lil! Aber ſtill, ſprich leiſe!“

„Du lebſt alſo noch, liebe Marian? Oder iſt alles nur ein Traum?“

„Kein Traum, Schweſter, ſondern Wahrheitſe

„Ach Gott, Schweſter, ſage mir—

„Alles, alles! Aber nicht jetzt— jetzt haben wir nicht Zeit.“ „Aber er, liebe Schweſter? Wer iſt der Mann,

der bei Dir ſteht?“

Ich trat nahe genug, um⸗ flüſternd antworten zu können:

„Einer, Lilian, welcher denket Dein!“

„Ach, Herr Edward— Edward— ſind Sie es?“

„Still!“ flüſterte Marian mit einer raſchen, war⸗ nenden Geberde,„ſprecht nur leiſe. Lilian!“ fuhr ſie in entſchloſſenem Tone fort,„Du mußt mit uns fliehen!“

„Soll ich unſeren Vater verlaſſen? Iſt das Dein Wille, Marian?“ „Unſeren Vater— ja auch ihn!“ Ach, liebe Schweſter, was wird er

Was