Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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getäuſcht, ähnliche Opfer auf dem unheiligen Altare des Mormonismus niedergelegt hätte.

Dieſe betrübende Thatſache war Marian nicht un⸗ bekannt. Ihre unglückliche Wanderung durch die großen Ebenen hatte ſie mit manchem merkwürdigen Falle— manchem Zuge menſchlicher Bosheit bekannt gemacht.

Wir ſtimmten Alle darin überein, daß Lilian den Mormonen entweder mit Gewalt oder Liſt entriſſen werden müſſe und zwar auf jeden Fall, ehe ſie die Stadt am Salzſee erreicht hatte. War ſie an den Ufern des überſeeiſchen Jordan erſt angelangt, ſo waren die Pſeudo⸗Heiligen vor jeder Einmiſchung, ſelbſt von Seiten ihrer mächtigſten Feinde, ſicher. Dann würde eine Entführung unmöglich ſein oder wenigſtens zu ſpät erfolgen.

Die Fragen, welche uns beſchäftigten, waren: konnten wir die Entführung unterwegs berwertſtligen und auf welche Weiſe?

Wir waren nur drei männliche Theilnehmer, denn der vollſtändig kampfunfähige Irländer mußte zurück⸗ bleiben. Das Jägermädchen hatte zwar ihren Entſchluß, uns zu begleiten, ausgeſprochen und konnte wohl als vierte im Bunde gerechnet werden; was konnten aber unſere vier Flinten gegen eine zehnmal überlegene Zahl ausrichten?

Wingrove hatte von der verunglückten Chicaſſaw⸗ Indianerin erfahren, daß mehr als hundert Mann bei dem Zuge der Mormonen ſeien. Es wäre daher thöricht