Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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mußten, gewann das Jägermädchen plötzlich die Ent⸗ ſchloſſenheit und Faſſung wieder, die ihr eigen waren und half mir einen Plan entwerfen, der zur Rettung Lilians führen könne, denn ihre eigene Erfahrung ſagte ihr, daß auch ihrer Schweſter ein ſchmachvolles Schick⸗ ſal vorbehalten war.

„Ja!“ rief ſie in ihrer Herzensangſt aus,„die Ab⸗ ſicht jenes meineidigen Schurken iſt mir nur zu wohl bekannt. Ach, ſoll ich den Vater dem Verderben und der Schande und die Schweſter der Argliſt und dem Betruge anheim fallen ſehen! Ach, meine arme Lilian!“

„Nicht doch, verzweifeln Sie nicht, es iſt noch Hoff⸗ nung da. Wir dürfen aber keine Zeit verlieren, ſon⸗ dern müſſen ſofort aufbrechen und der Carawane folgen.“

„Ganz recht, und ich werde Sie begleiten. Sie haben mir verſprochen, mich nach meiner Heimath zu bringen. Nehmen Sie mich jetzt mit, wohin Sie wol⸗ len, wenn ich nur helfen kann, meine Schweſter zu retten. Gerechter Gott! mußte auch ſie in die Hände jenes boshaften Menſchen gerathen?“

Wingrove, der übermäßig Glückliche, der Verzeihung erhielt und gab, wurde jetzt in unſeren Rath gezogen. Auch dem treuen Zielegut wurde nichts verheimlicht, denn wir konnten in den Fall kommen, ſeines geſchickten Armes zu bedürfen.

Wir hatten Muße, uns zu berathen, ohne von

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