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ganz gleichgültig gelaſſen habe. Vielleicht war von ihrer Seite keine Neigung vorhanden, obwohl im Grunde der Utha⸗Häuptling ein prachtvolles Muſter⸗ bild eines Menſchen war. Allem Anſcheine ſowohl, als allen Berichten über ihn nach, beſaß er eine edle, ritter⸗ liche Geſinnung— während über ſeinen Muth und ſeine Schönheit kein Zweifel obwalten konnte, denn ſeine Geſtalt wurde von der des Apollo kaum erreicht und ſeine Züge erſchienen ſelbſt unter der entſtellenden, kriegeriſchen Malerei zart und regelmäßig.
Mußte das erregbare Mädchen, das ſelbſt eine Halbindianerin war und heftige Leidenſchaften und Triebe beſaß, ſolche Vorzüge nicht anerkennen? Schien es unwahrſcheinlich, daß ſie dieſelben mit Wohlgefallen betrachte?
Ohne die vor Kurzem ſtattgefundene Liebesſcene würde ich es nicht nur für möglich, ſondern für wahr⸗ ſcheinlich angeſehen haben. Selbſt jetzt konnte ich, wenn ich die beiden Geſtalten beohachtete und ſah, wie der wilde Häuptling in eifriger Unterhaltung begriffen, ſich galant zu dem Ohre ſeiner ſchönen Schutzbefohlenen neigte, welche ihrerſeits nicht ſehr niedergeſchlagen ſchien, nicht umhin, zu fürchten, daß eine Annäherung zwiſchen ihnen der Ruhe meines Freundes gefährlich werden könne.
Aber nein— nein! Der Auftritt, welchen ich ſo kürzlich zwiſchen ihr und Wingrove angeſehen
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