Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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denn eine innere Stimme flüſterte mir zu, daß von ihm mehr, als von Jemand ſonſt mein Glück oder Unglück abhänge. Aus dem Grunde hatte ich mich ſo eifrig bemüht, ſeine wahre Geſinnung zu ergründen.

Es unterlag keinem Zweifel, daß er von dem Pſeudo⸗ Apoſtel gewiſſermaßen abhängig ſei. Nicht nur wegen einer Verbindlichkeit, ſondern aus Furcht, wie ich ſelbſt geſehen hatte. Wahrſcheinlich waltete zwiſchen Beiden ein düſteres Geheimniß.

Wie düſter daſſelbe auch ſein mochte— ja ſelbſt wenn es ſich um eine ſchwere Mordthat handeln ſollte— ſchien Holt die Herrſchaft ſeines Freundes nicht aus freiem Willen zu dulden. Marian hatte bereits darauf hingedeutet. Hier in Mitten der Wildniß, fern von den Ausübern menſchlicher Gerechtigkeit, war die Be⸗ ſtrafung eines alten Vergehens vielleicht weniger zu fürchten, und ein Mann von dem Schlage des uner⸗ ſchrockenen Squatters aus Tenneſſee durfte ſich der Hoffnung überlaſſen, dem Joche zu entgehen, welches ſeine Seele ſo lange unter ſeinem ſchrecklichen Drucke geknechtet hatte.

Solche und ähnliche Gedanken drängten ſich in raſchem Wechſel in meinem Kopfe und trugen dazu bei, meine Stimmung etwas heiterer zu machen.

Zunächſt ſetzte ich meine Hoffnung auf Marian. Sie war mir eine kräftige Bundesgenoſſin, denn ihr Intereſſe bei der Rettung ihrer Schweſter war eben ſo groß, als das meine.

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