Letzterer Zweifel verſtimmte mich am meiſten. Ich ſetzte meine Betrachtungen fort— beleuchtete die Frage von allen Seiten— prüfte ſie von jedem Geſichts⸗ punkte aus.
Sicherlich würde Holt das Verderben ſeiner Tochter nicht fördern wollen— denn anders konnte ich ihren Eintritt in den Mormonen⸗Bund nicht anſehen. Es lag männliche Geſinnung in dem Squatter— in einem Winkel ſeines Herzens ſchlummerten edlere Gefühle— vielleicht noch einige Ueberbleibſel aus beſſeren Zeiten. Das hatte ich ſelbſt erfahren, und wenn ich mich auf das Zeugniß ſeiner Tochter verlaſſen, konnte, war er keineswegs ein ſo verwahrloſter Menſch, als es den Anſchein hatte. War es denkbar, daß er die wirklichen Abſichten des Betrügers kenne, der ihn in ſein Ver⸗ derben lockte?
Möglich, daß er ſie nicht kannte. Er wußte frei⸗ lich, daß Stebbins ein Mormone ſei; aber wie Marian ſagte— als das arme Mädchen bemüht war, ihn zu rechtfertigen— kannte er wahrſcheinlich den wahren Charakter jener ſelbſt kanoniſirten Schufte nicht. B
Das Mährchen von dem Tode Marian's bewies, daß Holt in dieſer Beziehung ſchändlich hintergangen worden war. Die Vermuthung, daß es in anderer Hinſicht ebenfalls geſchehen ſei, erſchien dadurch glaub⸗ würdiger. 4
Ich hatte ja Marian nur in der Hoffnung ausge⸗ fragt, daß ſich ſeine Unſchuld herausſtellen würde;


