Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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geweſen ſein mochte, ſie doch in der letzten Zeit bedeu⸗ tende Uebung im Reiten erlangt haben mußte.

Das Thier, welches ſie ritt, war ein großer, hell⸗ brauner Muſtang; und während das feurige Thier über den Raſen tanzte und ſprang, hob ſich die volle Geſtalt der Reiterin auf das Vortheilhafteſte hervor. Sie trug noch immer ihren Rifle und war auch ſonſt auf dieſelbe Weiſe ausgerüſtet, wie am Morgenz ſie ſchien aber jetzt die übermüthige Laune ihres Renners zu theilen und die Aufregung der ſpannenden Ereigniſſe, inmitten welcher wir noch immer ſtanden, verlieh ihrer Schönheit einen Ausdruck von Keckheit und Ungebundenheit, die dem Character derſelben keineswegs unangemeſſen war.

Sie verdiente in der That das begeiſterte Lob, was ihr der junge Hinterwäldler geſpendet hatte und ſelbſt der ſtrengſte Kenner weiblicher Schönheit hätte ſeinen Worten die vollſte Anerkennung zollen müſſen. Es war kein Wunder, daß Wingrove im Stande geweſen, den Lockungen der ſchmachtenden Sirenen von Swamp⸗ ville zu widerſtehen kein Wunder, daß Su⸗wa⸗nee nicht erhört wurde.

Jene wilde Jägerin war in der That ein äußerſt anziehendes Weſen, deſſen Reize diejenigen der Göttin von Epheſus bei Weitem überſtrahlten. Kein Jäger konnte ſich eine wünſchenswerthere Gefährtin denken und Wingrove durfte ſich wohl des Glückes, das ſeiner harrte, erfreuen.

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