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lautes Schnauben ihre Aufmerkſamkeit erregte, und als ſie nach der Richtung hinſchaueten, von welcher es her⸗ zukommen ſchien, erblickten ſie in der That das Thier, welchem ſie nachſpürten— Meiſter Braun in eigener Perſon.
Sie ſahen blos ſeine Schnauze, welche etwa zwanzig Fuß hoch über dem Bett der Schlucht aus der Felſen⸗ wand hervorragte. Es dauerte nicht lange, ſo kam auch der ganze Kopf zum Vorſchein und glich, von unten geſehen, einem an die flache Felſenwand angeklebten Bärenkopfe, gerade wie man zuweilen Hirſchköpfe zur Zierde an den Wänden und über den Thüren von Jagdſchlöſſern befeſtigt ſieht.
Unſere Jäger wußten jedoch, daß hier eine Höhle dahinter ſein mußte, in welcher ſich der Körper des Bären befand, obſchon er vor ihren Augen verborgen war.
Nachdem der Bär auf die Eindringlinge, die ihn geſtört, einen haſtigen Blick geworfen, zog er ſeinen Kopf ſo plötzlich zurück, daß kein Schuß zeitig genug auf ihn abgefeuert werden konnte.
Die Jäger eilten, um einen beſſern Standpunkt zu gewinnen, unter der Höhle hinweg und faßten mehrere Schritt weiter hinauf Poſto, wo ſie in den Stand ge⸗
ſetzt waren, den Eingang der Höhle beſſer ins Auge zu
faſſen.
Sie befanden ſich jetzt in gleicher Höhe mit der Höhle, aus welcher ſie den Kopf hatten zum Vorſchein kommen ſehen, und ohne ein Wort zu ſprechen, höchſtens


