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ob ſie durch fließendes Waſfe dieſe Geſtalt erhalten hätten.
Sie glichen den runden Steinen, die man zuweilen in Flüſſen ſieht; und ohne Zweifel floß hier auch zu ge⸗ wiſſen Zeiten ein Strom. Jetzt jedoch war das Bett trocken und kein Tropfen Waſſer irgendwo zu ſehen.
Auch Schnee war nicht da, denn der Ort befand ſich unterhalb der Schneelinie, und ſie hatten den Bären blos auf die Mittheilung hin verfolgt, die ihnen von einigen Hirten gemacht worden, welche das Thier nicht lange erſt hineingehen geſehen haben wollten.
Auf dieſe Mittheilung bauend, drangen ſie durch den Engpaß immer weiter hinauf und bahnten ſich mit Mühe den Weg über die lockeren Kieſel.
Sie hofften, daß der Bär noch irgendwo in der Schlucht ſtecke und daß ſie ihn in irgend einer Grotte oder Höhle finden könnten.
Zu beiden Seiten erhoben ſich ſteile Felſenwände, die oben einander faſt berührten, und unſere Jäger faß⸗ ten, als ſie die Schlucht hinaufkletterten, dieſe Klippen ſorgfältig in's Auge, weil ſie die Mündung einer Höhle zu entdecken hofften.
Der Ort ſah auch ganz darnach aus, denn alle fünf bis ſechs Schritte weit bemerkten ſie Spalten und tiefe Höhlungen, aber in keiner derſelben konnten ſi eine Spur von Meiſter Braun entdecken.
Sie hatten nun ungefähr die Hälfte der Schkucht
hinter ſich und kletterten immer noch weiter, als ein Meiſter Braun. III. 11


