159
Dieſer Gipfel iſt mit Schnee bedeckt und oben unter der Schneelinie hat der Bär ſeinen gewöhnlichen Auf⸗ enthaltsort. Zuweilen jedoch ſteigt er auch tiefer herab und in den Dorfgärten richtet er— gerade wie der Schneebär der Himalayas— unter dem Obſt und Küchengewächſen große Verheerungen an.
Sowohl Hirten als Jäger ſind von ihm getödtet worden; und dies beweiſt, daß er immer noch die Wild⸗ heeit beſitzt, die ihm in der Bibel zugeſchrieben wird,
7 wo von mehrern dieſer Art es waren Bärinnen— Gperzählt wird, daß ſie von den Verſpottern des Propheten Eliſa nicht weniger als zweiundvierzig zerriſſen.
Auch während den Zeiten der Kreuzzüge ſcheint der ſyriſche Bär ſich durch Wildheit ausgezeichnet zu haben, denn es wird erzählt, daß der tapfere Gottfried von Bouillon einen dieſer Bären, der einen armen Holz⸗ hauer von Antiochien angefallen hatte, erſchlug, was von jenen excentriſchen Kämpen des Kreuzes als eine große Heldenthat betrachtet ward.
Daß der ſyriſche Bär noch eben ſo wild und grimmig iſt, als er jemals geweſen ſein kann, davon überzeugten ſich unſere Jäger durch eigene Erfahnung, denn obſchon ſie nicht ſelbſt in die Gewalt eines dieſer Thiere fielen, ſo würde dies doch— wenigſtens mit einem von ihnen— der Fall geweſen ſein, wenn ſie nicht ſo glücklich geweſen wären, den Bären zu erlegen, ehe er ſie mit ſeinen Tatzen packen konnte.
Wir wollen jedoch dieſes Abenteuer kurz erzählen.


