Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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Schneebären auf den Himalayas in der Nähe der Linie des immerwährenden Schnees.

Die Farbe des Ursus syriacus iſt hellgelblich braun, oft mit einem grauen oder ſilberartigen Schein doch iſt die Farbe zu Zeiten bald heller, bald dunkler.

Das Haar liegt dicht an der Haut an, und unter⸗ ſcheidet ſich in dieſer Beziehung von den meiſten andern Gattungen, bei welchen der Pelz aufrecht oder perpen⸗ dikulär mit den Umriſſen des Körpers ſteht. Dies giebt dem ſyriſchen Bären das Anſehen, als wäre er ein magreres und kleineres Thier als viele Bären mit auf⸗ rechtem Pelz, die gleichwohl nicht größer ſind als er.

Ein charakteriſtiſches Merkmal hat er, an welchem er leicht zu erkennen iſt, nämlich einen aufrechtſtehenden Kamm Pelz, welcher ſich von ſeinem Halſe den Rücken entlang zieht, und große Aehnlichkeit mit der Mähne eines Eſels hat.

Der ſyriſche Bär kann aber auch überhaupt ſchon leicht von jedem andern Mitglied ſeiner Familie unter⸗ ſchieden werden; und ihn als eine bloße Abart des Ursus arctos zu halten, heißt blos zu dem alten Syſtem zurückkehren, welches alle Bären als eine und dieſelbe Gattung betrachtet.

Der ſyriſche Bär bewohnt nicht das ganze Bereich der Berge, welche man mit dem allgemeinen Namen Libanon bezeichnet. Blos auf den höhern Gipfeln findet man ihn beſonders auf dem, welcher als der Berg Makmel bekannt iſt.

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