Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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Ueberzeugung zu gewinnen, daß in Bezug auf die ver⸗ ſchiedenen Gattungen und Abarten, welche die Himalayas bewohnen, unter den Naturkundigen große Verwirrung herrſcht.

Von demSchneebären ſelbſt giebt es eine Abart in den Bergen von Kaſchmir, welche, ſoviel Alexis er⸗ fahren konnte, von der Art, die er erlegt, weſentlich ver⸗ ſchieden war. Die Abart von Kaſchmir iſt von dunkel⸗ röthlichbrauner Farbe, mit viel längerer Schnauze als der Schneebär und auch ein gefährlicherer Gegner für den Menſchen, denn er iſt überwiegend Fleiſchfreſſer und daher wild und grimmig.

Es iſt ſehr wahrſcheinlich, bemerkt Alexis in ſei⸗ nem Tagebuch,daß anſtatt dreier Arten von Bären, welche das Himalayagebirge bewohnen, eine doppelt ſo große Anzahl vonSpecies oder auf alle Fälle permanenten Varietäten innerhalb des umfang⸗ reichen Flächenraums zu finden iſt, den dieſe gewaltigen Gebirge bedecken.

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