Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

137

Hang zum Fleiſchfreſſen beſitzen, führen dadurch ihren eigenen Untergang herbei. Die Dorfbewohner werden aufmerkſam auf ſie und legen ihnen überall Schlingen und Fallen, eben ſo wie ſie auch von den mit ihren Luntenflinten bewaffneten Schikkaries verfolgt werden.

Dieſe Bären erlangen oft eine ungeheure Größe und kommen in dieſer Beziehung beinahe dem Ursus arctos gleich, von dem ſie jedoch nicht als eine Abart gelten können. Acht Fuß iſt die gewöhnliche Länge eines völlig ausgewachſenen Exemplars und wenn es in gutgenährtem Zuſtande iſt, ſo bedarf es einer ganzen Menge Leute, um den Cadaver von dem Boden auf⸗ zuheben.

Der Herbſt iſt die Zeit, wo ſie am fetteſten ſind und beſonders wenn die Eicheln reif werden, aber ehe ſie vom Baume fallen. Dann kommen die ſchwarzen Bären in ſehr großer Anzahl aus allen Richtungen um⸗ her in die Eichenwälder und erklettern die Bäume, um ſich ihr Lieblingsfutter zu verſchaffen.

Sie knabbern dabei nicht etwa die Eicheln eine nach der andern, ſondern brechen erſt die Aeſte ab, die mit dieſen Früchten beladen ſind und tragen ſie alle auf einen Ort gewöhnlich auf eine Gabel des Baums, wo ſie dann wie Eichhörnchen auf ihrem breiten Hinter⸗ theil ſitzend ihre Mahlzeit in Ruhe und Muſe zu ſich nehmen können.

Wenn man durch dieſe Eichenwälder kommt, ſieht