Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
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ſcharfen Klauen ſchlugen raſſelnd gegen die Birkenrinde und riſſen ein großes Stück davon ab. Hätte dieſes nicht nachgegeben, ſo wäre das Boot aller Wahrſchein⸗ lichkeit nach, mit dem Hintertheil zuerſt, unter das Waſſer gezogen worden. Das Mißlingen dieſes erſten Griffs aber brachte den Kopf des Ungeheuers wieder in gleiche Ebene mit dem Waſſerſpiegel, und ehe er ihn wieder emporheben konnte um einen zweiten Sprung zu thun, fuhr der wuchtige, ſcharfe ſtählerne Keil auf ihn herab und ſpaltete ihm krachend den Schädel.

Beihnahe in demſelben Augenblick ſah man ihn ſich im Waſſer auf den Rücken herumwälzen. Seine Beine bewegten ſich nur noch krampfhaft, er zuckte ein paar mal matt mit ſeinen langen Hinterbeinen und dann ſchwamm ſein rieſiger Leichnam auf der Waſſerfläche dahin wie eine Maſſe weißer Schaum.

Man wand ſeiner ſehr bald habhaft und zog ihn an's Land um ihm ſein ſchneeweißes Gewand aus⸗ zuziehen.

Unſere jungen Jäger hätten die andern gern unbe⸗ helligt gelaſſen, denn ſie trugen weder nach dem Weib⸗ chen, noch nach ihren Jungen Verlangen. Die Voya⸗ geurs aber, welche wünſchten, die Felle ſämmtlicher drei Thiere für ihre eigne Rechnung zu erlangen, ſchlugen vor, umzukehren, um auch dieſe zu erlegen, und dieſer Vorſchlag ward von Puſchkin, der eine angeborene Antipathie gegen alle Bären hatte, aufs Nachdrücklichſte unterſtützt.

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