Selbſt Jwan war ergriffen und ſicherlich würden weder er noch ſein Bruder dieſe Thiere zur bloßen Kurz⸗ weil erlegt haben. Unter gewöhnlichen Umſtänden wäre es ihnen nicht eingefallen, ſo etwas zu thun, und blos in Folge der Nothwendigkeit, in der ſie ſich befanden, ſich die Haut zu verſchaffen, dachten ſie überhaupt daran.
Vielleicht hätten ſie ſelbſt dieſe Gruppe unbehelligt gelaſſen und gewartet, bis ſie auf eine andere ſtießen, welche ihr Mitleid weniger in Anſpruch nähme, in dieſer Beziehung aber wurden ſie von Puſchkin über⸗ ſtimmt.
Der alte Gardiſt war nicht mit ſo weichem Gefühl behaftet und alle Bedenklichkeiten bei Seite ſetzend näherte er ſich, ehe ſeine jungen Herren etwas thun konnten, um ihn zurückzuhalten, einige Schritte und feuerte ſeine Muskete auf den größten der Bären ab.
Ob er den Bären getroffen hatte oder nicht, ward nicht ſofort klar. Gewiß war wenigſtens, daß das Thier dadurch in keinerlei Weiſe kampfunfähig gemacht worden war, denn ſobald als der Pulverdampf ſich vor Puſchkin's Augen verzogen hatte, ſah er den rieſigen Vierfüßler ſich von ſeiner Genoſſin trennen und grim⸗ mig zum Angriff heranſchreiten.
Puſchkin war einen Augenblick lang unſchlüſſig, ob er dem Angriff die Spitze bieten ſollte, und hatte ſein Meſſer gezogen um bereit zu ſein; die furchtbare Er⸗ ſcheinung ſeines Gegners aber, ſeine ungeheure Größe und ſein grimmiges Ausſehen bewogen Puſchkin, zu


