Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
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feſtgebacken iſt, daß ſie mit ihrer durch das Säugen ihrer Jungen erſchöpften Kraft nicht im Stande iſt, ſie zu durchbrechen. In dieſem Falle iſt ſie gezwungen, in unfreiwilliger Gefangenſchaft zu bleiben, bis die Sonne allmälig das ſie umgebende Eis ſchmilzt und ſie in Freiheit ſetzt. Dann kommt ſie aus ihrem langwierigen Gefängniß heraus, iſt aber nur noch der Schatten ihres frühern Ich und kaum im Stande, ſich auf den Füßen zu halten.

Die Indianer des Nordens und die Eskimos erlegen jedes Jahr Hunderte von dieſen überwinternden Bärin⸗ nen mit ſammt ihren Jungen. Sie finden das Aſyl auf verſchiedene Weiſe zuweilen durch ihre Hände, welche daran herumkratzen, um hineinzugelangen, und zuweilen durch das Wahrnehmen des weißen Reifes, der über einem kleinen Loche ſchwebt, welches die Wärme von dem Athem der Bärin in dem Schnee offen ge⸗ halten hat.

Die Jäger graben, nachdem ſie die Poſition des Thieres genau ermittelt, entweder von oben hinein und ſpießen die Alte in ihrem Wochenbett, oder ſie machen einen Tunnel in horizontaler Richtung, werfen der Bärin eine Schlinge um den Kopf oder um eine ihrer Tatzen und zerren ſie auf dieſe Weiſe heraus.

Eine Beſchreibung der vielen intereſſanten Lebens⸗ gewohnheiten des Eisbären nebſt andern, welche dieſe Gattung mit der Familie Braun gemeinſchaftlich hat würde ein Buch für ſich allein füllen. Dieſe