Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
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während weſtlich von der Behringſtraße der große Vierfüßler wohl noch zuweilen, aber viel ſeltener ange⸗ troffen wird. 3

In der öſtlichen Hemiſphäre ſind die weißen Bären beinahe auf dieſelbe Weiſe vertheilt. Während man ſie auf dem Eismeere, in den mittlern und öſtlichen Gegen⸗ den, in großer Menge antrifft, ſind ſie gegen Weſten, an den nördlichen Küſten Rußlands und Lapplands nie⸗ mals zu ſehen, ausgenommen wenn ſie ſich zufällig hier⸗ her verirrt haben, oder auf ſchwimmenden Eismaſſen hierher getrieben worden ſind.

Wir brauchen nicht erſt zu bemerken, daß dieſe Gat⸗ tung Bären beinahe ausſchließlich in der Nähe des Meeres und vom Meere lebt. Man kann von dem Eisbär faſt ſagen, er wohne darauf, da von den zwölf Monaten des Jahres wenigſtens zehn von ihm auf den Eisfeldern zugebracht werden.

Während des kurzen Sommers der Polargegenden macht er einen Ausflug landeinwärts, der ſich ſelten über fünfzig engliſche Meilen, niemals aber über hun⸗ dert erſtreckt und wobei er ſich nach dem Laufe der in das Meer fallenden Flüſſe richtet.

Die Abſicht, in welcher er dieſe Landexpeditionen unternimmt, iſt, Süßwaſſerfiſche zu fangen, welche er am bequemſten in den zahlreichenFällen oder ſeichten Stellen dieſer Flüſſe erbeutet.

Zu dieſer Zeit bringt er auch einige Abwechſelung in ſeine Fiſchdiät, indem er dann und wann eine Mahl⸗

Meiſter Braun. II. 11