Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

144

Nachdem ſie das Raspeln und Anſchlagen wieder⸗ holt, daß der Wald davon wiederhallte, gewannen ſie die Ueberzeugung, daß dieſes Mittel ihnen nichts nützen würde; ſie ſtanden deshalb davon ab.

Als ſie die Fährte genauer unterſuchten, bemerkten ſie, daß Blutflecken ſich mit dem Schlamme miſchten, welchen der Bär an der Rinde abgerieben hatte.

Dies überzeugte ſie, daß das Thier verwundet und daß deshalb keine Ausſicht vorhanden war, es aus ſeinem Loche hervorzutreiben

Ohne Zweifel war es die Wunde, welche den Bä⸗ ren bewogen hatte, ſich auf dieſen Baum in ſo großer Nähe des Ortes, wo er angeriffen worden, zurückzu⸗ ziehen, denn ſonſt würde er erſt einen viel weitern Weg durch den Wald gemacht haben, ehe er verſucht hätte, ſich zu verbergen.

Wenn der ſchwarze Bär ſchwer verwundet ſich in den erſten beſten hohlen Baum, den er finden kann, flüchtet und ſich darin verbirgt, ſo bleibt er auch darin und ſtirbt darin, wenn die Wunde eine tödtliche iſt.

Dieſe Gewohnheit des Thieres kennend, begriffen unſere Jäger, daß ſie keine Ausſicht hatten, den Bären anders wieder zu Geſicht zu bekommen als dadurch, daß ſie den Baum umhieben, und ſie beſchloſſen, dieſes

Mittel in Anwendung zu bringen und den großen Fei⸗

genbaum zu fällen.

Der Neger ward nach der Pflanzung abgeſchickt und

kam bald darauf mit einem halben Dutzend ſeiner Brü⸗