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Die Unterhaltung des Gemſenjägers bezog ſich haupt⸗ ſächlich auf ſeinen eigenen Beruf, und für dieſes Thema war er enthuſiaſtiſch und unerſchöpflich.
Er erzählte ihnen von allen den ſeltſamen Lebens⸗ gewohnheiten der Gemſe und unter andern, daß ſie fich ihrer krummen Hörner bediene, um ſich von den ſteilen Klippen herabzulaſſen— ein Glaube, der auch unter den Gemſenjägern. der Alpen verbreitet iſt, den aber Alexis nicht theilte, obſchon er dies nicht ſagte, denn er wünſchte nicht, die Wahrhaftigkeit ihres Führers in Zweifel zu ziehen.
Als letzterer jedoch näher über dieſen Punkt befragt
ward, gab er zu, daß er ſelbſt niemals Augenzeuge die⸗
ſer Gemſenturnkünſte geweſen ſei, ſondern ſie blos von andern Jägern gehört habe, welche ſie geſehen haben wollten.
Aehnlich würde ohne Zweifel die Antwort eines jeden Wahrheitsfreundes über dieſe vermeinte Gewohn⸗ heit der Gemſe gelautet haben.
Auch bedarf dieſes flinke und gewandte Thier der Hülfe ſeiner Hörner gar nicht. Seine Hufe ſetzen es in den Stand, die ſchmalſten Vorſprünge zu paſſiren, und die ungeheuren Sprünge, die es ſowohl auf⸗ als abwärts thun kann, laſſen ſich mit nichts vergleichen, als mit dem Fluge eines mit Flügeln ausgerüſteten Thieres. Sein Huf iſt eben ſo ſicher, als ſein Auge untrüglich. Die Gemſe gleitet auf dem glatteſten Fel⸗


