Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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Obſchon weniger hoch als die Alpen ſind doch die Pyrenäen durchaus keine Maulwurfshaufen. Ihre höchſte Spitze, die Maladetta, ragt über eilftauſend Fuß empor, und mehrere andere ſind von beinahe gleicher Höhe, während mehr als vierzig Gipfel die Höhe von neuntauſend Fuß erreichen.

Die höchſten Spitzen ſind ziemlich in der Mitte der Pyrenäen und die Kette ſenkt ſich, ſo wie man ſich beiden Enden nähert, immer tiefer. Aus dieſem Grunde findet man die gangbarſten Päſſe nahe an dem öſtlichen und weſtlichen Ende, obſchon auch viele in dem mittlern Theile der Gebirgskette vorhanden ſind.

In allem giebt es fünfzig Päſſe, die von der franzö⸗ ſiſchen nach der ſpaniſchen Seite führen, aber nur fünf davon ſind für Räderfuhrwerk zu paſſiren, und eine große Anzahl nur den Schmugglern oder contraban- distas bekannt einer Menſchenklaſſe, die auf beiden Seiten der Pyrenäengrenze ſehr zahlreich vertreten iſt.

Der Flächeninhalt dieſer Gebirge beträgt ungefähr vier⸗ bis fünfhundert geographiſche Quadratmeilen ein Theil davon iſt franzöſiſches und das übrige ſpa⸗ niſches Gebiet. Als allgemeine Regel bildet die Haupt⸗ achſe des Gebirgskammes die Grenzlinie, in der öſtlichen Abtheilung aber iſt das franzöſiſche Gebiet über die natürliche Grenze hinaus erweitert worden.

Die geologiſche Formation der Pyrenäen beſteht ſo⸗ wohl aus Primär⸗ als aus Secundär⸗Felſen. Die