Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nach dem Baume hinlenkte, galoppirte es ſchnaubend und mit ausgeſtrecktem Halſe dahin.

Der Reiter ließ, dem Inſtinkte ſeines Pferdes vertrauend, dieſem den Zügel ſchießen, und ehe fünf Minuten um waren, tranken ſowohl Roß als Mann das ſüße Waſſer einer kryſtallenen Quelle, welche in einer Entfernung von etwa zwölf Schritten von dem Baume aus dem Erdboden hervorſprudelte.

Der Boer wäre nun am liebſten ſofort wieder zu ſeinen Leuten zurückgeeilt, aber er dachte, daß, wenn er ſein Pferd erſt eine Stunde lang in dem ſchönen Graſe weiden ließe, es dann die Rückreiſe mit mehr Luſt und eben ſo raſch zurücklegen würde. Deßhalb nahm er ihm den Zügel ab, ließ es frei laufen und ſtreckte ſich ſelbſt in den Schatten des großen Baumes..

Während er ſo dalag, konnte er nicht umhin, das wundervolle Naturprodukt zu bewundern, welches majeſtätiſch über ihm emporragte. Es war einer der größten Bäume, die er je geſehen. Er war von der Gattung, die als der Nwanabaum bekannt iſt, eine Art Feigenbaum mit großen dichten Blättern. Sein Stamm hielt volle zwanzig Fuß im Durchmeſſer, und mehr als zwanzig Fuß hoch über dem Boden begannen erſt die Aeſte, die ſich dann ringsum weit

in horizontaler Richtung ausbreiteten. Durch das