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Das Haus in der Wüste, oder Abenteuer einer Familie, die sich in der Wüste verirrte : mit vier Scenenbildern / von Capitän Mayne Reid ; aus dem Englischen von Dr. A. Diezmann
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eigenthümlich war der Schwanz, faſt ſo lang wie der ganze Körper, ſpitz wie der einer Ratte und ganz kahl. Das Auf⸗ fallendſte aber von dem Thiere war eine taſchenähnliche Oeff⸗ nung unter dem Bauche. Die Kleinen glichen ganz der Alten und wir zählten ihrer nicht weniger als dreizehn.

Sobald die Alte alle abgeſchüttelt hatte, bewegte ſie ſich behender und ſah nach dem Baume empor, auf wel⸗ chem die beiden Vögel ängſtlich hin und her flatterten und wo das Neſt hing, welches einem großen Beutel oder einem ausgeweiteten Strumpfe glich und von den höchſten Zwei⸗ gen herabhing.

Das alte Opoſſum ſchien ſeinen En tſchluß bald ge⸗ faßt zu haben. Es gab einen ſchrillen Ton von ſich, wo⸗ mit es die Jungen zu ſich rief, die theils in die Taſche oder den Beutel der Alten krochen, theils auf den Rücken der⸗ felben hüpften und ſich mit den Schwänzen an dem Schwanze der alten oder an deren Halſe anhielten.

VWirr glaubten, ſie würde mit ihrer Ladung weiter wandern, aber zu unſerer Verwunderung fing ſie an an dem Baume hiinaufzuklettern. Auf dem unterſten Zweige machte ſie Halt; dann nahm ſie jedes ihrer Jungen einzeln mit dem Maule ab und ließ es ein paarmal mit dem Schwanze ſich um den Aſt wickeln, ſo daß der Kopf niederwärts hing. Endlich hingen alle dreizehn da wie eine Reihe Lichter bei einem Seifenſieder.

Als dies geſchehen war, kletterte die Alte höher hinauf bis ſie den Zweig erreichte, an welchem das Neſt auf⸗ gehangen war. Da hielt ſie an und muſterte dasſelbe. Sie bedachte offenbar, ob der dünne Zweig, an welchem das Neſt hing, ſie tragen könne. Brach er, ſo gab es einen be⸗ deutenden Fall. Das Neſt enthielt indeß offenbar Eier und