Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Briefe erfahren, welcher auch meine Hoffnung be⸗ ſtätigte, daß ſie jetzt glücklich ſind; antwortete das junge Weib.

Falls man den Worten der Menſchen glau⸗ ben ſoll, ſo ſcheint es wirklich ſo.

Und alle Nachforſchungen in Betreff Conrads ſind vergeblich geweſen.

Ja Du weißt, daß ich einige Tage nach Deiner Erklärung, durch welche ich erfuhr, daß er Agnes Sohn war, ihn zur See Einige Zeit darauf kam das Schiff in Marſeille an. Dort deſertirte er und ſeither ſind alle Verſuche, ihm auf die Spur zu kommen, mißlungen.

Das iſt mehr als traurig; aber wir müſſen doch hoffen Und Mallä? Iſt rettungslos gefallen; alle Verſuche, ſie auf die rechte Bahn zurückzuführen, ſcheitern an den böſen Ge⸗ wohnheiten, die ihr jetzt zur Natur geworden. Es iſt nicht mehr die Noth, es iſt die Neigung, welche ſie auf der Bahn des Laſters zurückhält. Sie hat die Frau, bei welcher ich ſie in Koſt gegeben hatte, zum zweitenmale verlaſſen, um ſich einem ausſchwei⸗ fenden Leben hinzugeben Alles, was ich

in ſolchen Verhältniſſen thun kann, iſt, es ſo zu

arrangiren, daß ſie künftig gegen Noth geſchützt iſt. 5 Wie hoffnungslos! Sie iſt indeſ⸗ ſen nicht mehr als ſiebenzehn Jahre. 6

Ich habe gethan, was Du wollteſt, Alva Du ſiehſt ſelbſt ein, daß ich nichts vermag. Alva ſchwieg und ſtützte traurig ihren Kopf die Hand. Aber es iſt nicht dieſes, was an mir nag Schwartz, Die Schutzloſen. 16

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