Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Menſch zu begehen beteit iſt, wenn er dadurch einer augenblicklichen Gefahr vorbeugen kann.

Wenn ich aber ſpäter als Du gekommen, und durch dein Auftreten irregeleitet worden wäre, hätteſt Du mich dann nicht über die Wahrheit auf⸗ geklärt?

Nein, Ernſt, gewiß nicht! ich hätte nur auf Gerda's beſſeres Gefühl einzuwirken geſucht, ſie aber bewogen, Dir Alles zu geſtehen und zu ſuchen, durch ihre Reue Dein Herz zur Ver⸗ ſöhnung zu bewegen.

Möglich, daß Du Recht haſt, und ich, in meinem Stolze verletzt, Unrecht habe. Aber glaubſt Du denn, Alva, das ich mich je zu der elenden Rolle hergebe, den Betrogenen zu ſpielen? Glaubſt Du, daß ich dieſe beiden Menſchen, welche es ge⸗ wagt haben, mit meinem Vertrauen und meiner Ehre ihr Spiel zu treiben, ungeſtraft laſſen werde? Rein, bei Gott! das kann ich nicht.

und doch, Ernſt, habe ich die Hoffnung daß Du verzeihen wirſt!

Niemals! hoffe nicht darauf. 5 Und warum ſollteſt Du ſtrenger als Go 4

ein. Still, Du weißt nicht Alles, was dieſes Wei verbrochen hat! Möglich, daß ich ihr dieſes ver⸗ zeihen könnte, obgleich ich daran zweifle; es lieg jedoch innerhalb der Grenzen der Möglichkeit; wenn ich aber an all' das Böſe denke das ſie gethan. vann iſt ſo Etwas unmöglich. Bedenke, daß ſie in den Brautſtuhl trat, das Herz mit Liebe zu einem Andern erfüllt; daß ſie mit vollem Bewußtſei