Teil eines Werkes 
Die Schutzlosen : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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herkäme. Aber worüber mag er jetzt ſchreiben? Ich

brenne vor Ungeduld. — Aber, Gerda! warum ſich mit ſo vollkommener

Sicherheit einer Hoffnung hingeben, von welcher

Du nicht weißt, ob ſie werde verwirklicht werden?

Warum nicht auf meine Warnungen hören? Denke

Dir, wenn Dein Vater Deine Liebe nicht billigt oder

andere Plane für Deine Zukunft hat. Glaube mir,

Du ſollteſt an das denken, was ich Dir ſo oft ge⸗ ſagt; denn welches entſetzliche Erwachen für Dich, wenn alle Deine Luftſchlöſſer zuſammenſtürzen.

— Oh, da hört man, daß Du Papa nicht kennſt. Er will nur mein Glück, das hat er mir ſo oft ge⸗ ſagt. Niemals wird er mein Herz zu Etwas zwin⸗ gen, was demſelben zuwider iſt. Nein, nein! er wird Alles thun, um meine Verbindung zu fördern, wenn er erfährt, daß ich nur mit Hermann glücklich werden kann.

— Gott gebe, daß Du Dich nicht täuſcheſt; aber ich fürchte doch, daß Du es thuſt,— antwortete Alva ſeufzend.

Hier wurden ſie unterbrochen. Ein Bedienter

kam vom Baron und rief Gerda zu ihm.

Ein Eid wird gebrochen und ein Eid gegeben.

Der Baron ſaß in ſeinem Cabinet mit einem kalten unbeugſamen Ausdruck in dem ſtolzen Geſicht und hatte zwei Briefe vor ſich, als Gerda vor Freude ſtrahlend eintrat.