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ein Jahr zu verlängern, um Gerda's Erziehung zu vollenden, mit Freuden darauf einging.
Ohne ſich ſelbſt darüber Rechenſchaft abzulegen, hatte Hermann ſich an die junge Schülerin mit einer leidenſchaftlichen Zärtlichkeit angeſchloſſen, und was er für brüderliche Zuneigung hielt, war eigentlich weiter nichts, als das erſte Aufdämmern eines wär⸗ meren Gefühles.
An einem Sonntage, zwei Jahre nach Hermanns Ankunft auf Helenefors, ſaß der Baron in dem klei⸗ nen Salon, in ein ernſtes Geſpräch mit dem Seel⸗ ſorger der Gemeinde, Paſtor Hedberg, vertieft.
— Der Herr Paſtor würde mir einen Dienſt er⸗ weiſen, wenn Sie mir irgend ein Frauenzimmer an⸗ weiſen könnten, welches als Geſellſchafterin für meine Tochter paſſend wäre.
— Ich glaube nicht die rechte Perſon zu ſein, um in dieſem Falle den Wünſchen des Herrn Ba⸗ rons entgegenkommen zu können.
— Aber da ich doch glaube, daß der Paſtor es iſt, ſo hoffe ich, daß Riemand das Gegentheil be⸗ haupten wird.
— um Vergebung; aber ich ſelbſt wage es doch zu befürchten; denn wegen der Anſchaffung einer Gouvernante wäre es wohl am beſten, daß der Herr Baron ſich an ſeine Verwandten oder Freunde da oben in Stockholm wendete. 5
— Purchaus nicht;——— daß der Herr ſi ſpricht, kommt daher, daß der Herr ſich nicht Ze genommen hat, mich zu verſtehen. Ich will kei wegs eine Gouvernante, ſondern nur eine Geſe ſchafterin vom gleichen Alter, welche durch tägli


