Die Kranke liegt auf einem weichen und beque⸗ men Bett, und außerdem gibt es dort ſechs Stühle, einen Tiſch und eine Commode.
Ein munteres Feuer brennt im Ofen und ein Zue Licht ſteht in einem Meſſingleuchter auf dem
iſch.
Alva ſitzt an dieſem und näht. Auf einem Stuhl neben der Kranken hat der junge Mann Platz ge⸗ nommen.
— Wie befinden Sie ſich heute Abend, Frau Holm? F.
— Bedeutend beſſer, Herr Ernſt. Ich kann nie mit Worten die tiefe Dankbarkeit ausdrücken für Alles, was Sie für uns gethan, und für die große Güte, die Sie dadurch an den Tag gelegt, daß Sie mir ärztliche Hülfe und alle möglichen Bequemlich⸗
keiten verſchafft haben.
— Aber, gnädige Frau, Sie verſprachen mir, ja das Letztemal, als ich hier war, nicht mehr mit mir darüber zu ſprechen. Was ich für Sie gethan habe, iſt Etwas, das auch jeder andere gute Menſch in meiner Lage gethan haben würde, und es verdient nicht, daß Sie ſich ferner damit beſchäftigen. Laſſen Sie uns deßhalb von etwas Anderem reden.
Ich reiſe morgen von der Hauptſtadt ab und komme, um Ihnen Adieu zu ſagen; damit es Ihnen nicht an Arbeit und Unterſtützung fehle, falls Sie eine ſolche nöthig haben ſollten, habe ich mit einer Dame von meiner Bekaüntſchaft geſprochen, welche
verſprochen hat, Ihnen Beſchäftigung zu geben. bier iſt ihre Adreſſe;— ſagte Ernſt und ſtand guf, dem er Alva eine Karte überreichte.


